auf der Netzplattform der Freunde des Guten und Richtigen Sprachgebrauchs!
Am 7. März des Jahres 2008 beschloß ein Dutzend unverdrossener Selbstdenker, während einer Zusammenkunft in Hamburg, einen Verein für guten und richtigen Sprachgebrauch zu gründen, da schlechter Gebrauch für alle Betroffenen unangenehm sei, guter hingegen das allgemeine Wohl befördere.
Nachdem sich zeigte, daß der bürokratische Rattenschwanz, der mit einer Eintragung in ein Vereinsregister verbunden wäre, die Geduld jedes Aufrichtigen übergebührlich strapazierte, wandelte die Versammlung der Freunde des Guten und Richtigen Sprachgebrauchs am 6. März 2010 den Verein f.G.u.R.Spr.Gebr. e.V. in die Zwanglose Gesellschaft der Freunde des Guten und Richtigen Sprachgebrauchs um.
Nun ist jeder an gutem und richtigem Sprachgebrauch Interessierte eingeladen, an der Diskussion um was man sagen soll und was man hören will teilzunehmen, sei es als stiller Beobachter (rss abonieren!) oder als Benutzer mit Profil.
Die Überschrift sagt schon alles. Die Art und Weise, wie junge Leute sich von derartigen Kampagnen einlullen lassen, bringt mir peinlich ins Bewußtsein, was es bedeutet Mensch zu sein. Grauenvoll!
Viele erfreuliche Werke der Mit- und Nebenmenschen umgeben uns bereits; man muß nur lernen, sie wahrzunehmen. Die guten Dinge soll man suchen und sich ihnen zuwenden. Es kann ein Stück Musik sein, oder ein Bild. Auch Gebrauchsgegenstände oder Bücher, Filme, ein Garten oder ein Strauß vermag Freude zu spenden. Auch die Natur selbst verschenkt Glück im Anblick der Sterne. Gute Ideen, gute Kunst und gute Wissenschaft bringen mich und die Welt weiter.
Um 1982 erkannte ich ganz klar die Bedeutung des Sprachgebrauchs für die Probleme der Menschheit. Man kann fragen, ob der Kern der Problematik in der sprachlichen Differenzierung der Objektwelt zu suchen ist, oder in dem Umstand der Ermangelung dieser sprachlichen Tätigkeit. Anders ausgedrückt: Ist der Mensch böse, weil er denkt, oder weil er nicht denkt?
Hast du noch nie empfunden: es muß anders werden!
Wenn du z.B. im Wald saßest und die lieben Bäume und Gräser um dich herum sahest, von denen dich doch so ein Weltabgrund der Nichterkenntnis schied!
Was waren sie eigentlich, wo war ihre Seele, wo war der Punkt, in dem ihr euch brüderlich treffen konntet, nicht nur in dumpfer Liebe von deiner Seite, sondern euch gleichsam ins gottgeschwisterliche Auge schauend?
Wäre es nicht unsinnig, wenn es in einer Welt, so weit und verschwenderisch angelegt, immer so bliebe, nie anders würde?
Wer führt Regie?
Wenn man zuviel Zeit hat, besteht die Gefahr - hab ich mir sagen lassen - sich mit zuviel Quatsch zu beschäftigen. Ich finde diese ganze Befürchtung zwar falsch, aber neulich verbrachte ich einen ganzen Nachmittag auf dem Sofa mit YouTube und zog mir alles über Verschwörungen und üble Machenschaften rein, was das Zeug hielt.
Zufällig geriet ich auf die sagesrichtig-Seiten. Es ist ja noch nicht allzuviel los hier. Aber die Idee finde ich gut. Es ist an der Zeit, zum Zwecke der eigenen geistigen Gesundheit, über Sprache und deren Verwendung durch Manipulatoren nachzudenken!
Grüße,
Rudi
Ganz leise, obwohl viele potentielle Krachmacher anwesend sind. Wann herrscht Mucksmäuschenstille? Nach einem Schreck? Bei genauem Zuhören?
Jedenfalls gefällt mir dieser bildhafte Ausdruck!
"talking" ist übrigens auch ein extrem blödes Wort. Und zwar aus dem selben Grund wie "walking", denn ein langes offenes o kommt im Lautsystem der deutschen Sprache gar nicht vor. Wird es dennoch eingeführt, wird das System korrumpiert. Die ersten Konsequenzen werden Unverständlichkeiten sein und Verwechselungen mit deutschen Wörtern, die dann irrtümlich für denglische gehalten werden. Langfristig führt die Korrumpierung der Sprache zur Verblödung der Sprecher.
Eine Talgschoff (talkshow) klingt übrigens mehr nach einer Krankheit, als nach einer Unterhaltungsrunde.
Das von Vielen als ekelhaft empfundene Wort "walking" wurde ersetzt: Das forsche Gehen heißt jetzt 'forsch gehen'.
Ich gehe forsch,
du gehst forsch,
er, sie, es geht forsch,
wir gingen forsch ... und so weiter.
Sie sah einen Forschgeher. Forschgehen kann gesund sein. Wer forsch gehen sportlich betreibt, ist ein Forschgeher. Das heißt: Wenn man aus gesundheitlichen Gründen regelmäßig forsch gehen möchte, kann man sagen, man ginge forschgehen (zusammengeschrieben).